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Kaum ein anderer hat in der jüngeren Vergangenheit Ebern so sehr geprägt wie Karl Hoch. Er war es, der um die mittelalterliche Altstadt mit ihrer noch fast vollständig erhaltenen Stadtmauer einen grünen Anlagenring geschaffen hat, wie er so kaum woanders zu finden ist: Im Süden und Osten zieht sich entlang der Stadtmauer eine hundertjährige Kastanienallee, im Norden schließt sich die Friedrich-Rückert-Anlage mit dem Denkmal des Dichters an, im Westen wird der "Ring" durch die nach seinem Erbauer benannte Karl-Hoch-Anlage geschlossen. Daneben hat Karl Hoch Ebern in den 20er und 30er Jahren aus seinem Dornröschenschlaf geweckt; er hat frühzeitig die touristischen Möglichkeiten der Stadt und ihres Umlandes erkannt.


Karl Hoch am 6. Juli 1889 in Bad Neustadt/Rhön geboren, war Lehrer aus Leidenschaft. Bereits in jüngeren Jahren machte er in Bischofsheim/Rhön mit seiner "Rhöner Singschule" von sich reden. 1917 kam er nach Ebern. Zunächst wollte er schnell wieder fort aus "dieser Stadt ohne Leben, ohne Fortschritt!". Aber er  blieb, zum Glück für Ebern, belebte mit seinem von ihm geschaffenen "Familienchörchen" das kulturelle Leben der Stadt, brachte den Bürgern und der Region die Bedeutung Friedrich Rückerts ins Bewusstsein, baute eine (heute nicht mehr vorhandene) Jugendherberge und übernahm 1928 den Verschönerungsverein. Von nun an begann er seine Idee vom "Ring um Ebern" umzusetzen, die er 1957 mit dem Bau eines herrlichen, 1ha großen Parks, mit dem er die Karl-Hoch-Anlage erweiterte, abschloss. Bereits 1932 ernannte ihn der Stadtrat von Ebern zum Ehrenbürger. Nach dem Krieg avancierte Karl Hoch zum Schulrat. Er starb am 17. August 1974. Im Heimatmuseum ist ihm ein Raum gewidmet.

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